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Das menschliche Gehirn, das nach Bildung dürstet

Das menschliche Gehirn, das nach Bildung dürstetWarum Bildung ein Bedürfnis ist und inwiefern neurologische Erkenntnisse in den Unterricht gehören.

17. 2. 2016

Es sagt Stefan Carl-Aebischer, Schulleiter und Master-Student in Neurologie.

Ist Weiterbildung überhaupt ein menschliches Bedürfnis?

Auf jeden Fall. Der Mensch ist von Natur aus neugierig. Er möchte sich weiterentwickeln und dazulernen. Um es in neurologischen Worten auszudrücken: Wir Menschen suchen grundsätzlich Positives in unserer Umwelt. Wir sehen uns nicht gerne mit negativen Situationen konfrontiert. Wenn sich nun die Umwelt verändert, will der Mensch dieses Neue kennenlernen und entschlüsseln, um es künftig positiv wahrzunehmen.

Unsere Umwelt verändert sich rasch. Der eine Impuls zur Weiterentwicklung beziehungsweise -bildung kommt von uns selbst. Der andere geht von unserer Gesellschaft aus, die sich immer schneller wandelt. Sie ist so aufgestellt, dass jeder Schritt zu halten hat. Wer das nicht kann oder will, dem droht gesellschaftliche Isolierung. Ein Beispiel: Früher kaufte man sich das Zugbillett am Schalter. Heute stehen dafür Touchscreen-Automaten zur Verfügung. Wer sich hier nicht zu helfen weiss, bleibt auf der Strecke. Lernen ist somit eine lebenslange Aufgabe.

Wie sieht die persönliche Aus- und Weiterbildung von morgen aus?

Die Neurologie liefert Erkenntnisse, die vermehrt für effizienteres und effektiveres Lernen eingesetzt werden. Ich nehme zum Beispiel gerade an einer Versuchsreihe teil, die sich mit Sprachenlernen mithilfe von elektrischen Schwingungen befasst. Während ich lerne, setzt ein Gerät über die Haut Frequenzen frei, die die betroffenen Hirnregionen stimulieren. Damit soll das Wachstum der Synapsen und somit das Memorieren unterstützt werden. Ich denke, in diesem Bereich werden wir uns stark weiterentwickeln.

Das Lernen wird also einfacher?

Nicht direkt, da der Bedarf an Wissen in unserer Gesellschaft zunimmt. Als Jugendlicher musste ich mich etwa nicht mit den sozialen Medien auseinandersetzen. Die Jungen von heute müssen wissen, wie sie sich am besten auf den Plattformen präsentieren und verkaufen, um von ihren Mitmenschen akzeptiert zu werden. Ständig kommen neue Felder hinzu oder Bereiche werden komplexer. Daran gilt es sich anzupassen. Hierfür sollten wir damit beginnen, neurologisches Wissen in den Bildungsbereich hineinzutragen.

Quelle: 20min.ch

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